Bewertung 1und1 Provider

18. Oktober 2020
Christian

Vorsicht vor Internet-Providern die ihre Internetstörung nicht schleunigst beheben können oder wollen!
Sie können ziemlich schnell ihr gutes Kunden-Images verlieren und auch sehr viel Geld, bis hin zu einer Firmenpleite, besonders jetzt in Zeiten der Pandemie.

Wie schnell so etwas geschehen kann habe ich mit der Firma 1und1 erlebt, bei der ich einen DSL-Vertrag abgeschlossen habe.

Was ist passiert
An einem Montagnachmittag meldete ich mich telefonisch bei der 1und1-Technik. Diverse Verbindungsstörungen des Internets während einer ZOOM-Konferenz machten den Anruf nötig.
Kurze Ausfälle meines WLAN kannte ich bereits, wollte aber wegen weiteren bevorstehenden ZOOM-Konferenzen Vorsorge treffen.

Der Techniker prüfte also was zu prüfen war und stellte keine Unregelmäßigkeiten fest.
Das war an einem Montagnachmittag.
Dienstagmorgen schaltete ich den Rechner wieder an und…. kein Internet.

Bewertung 1und1

Ich sprach umgehend mit der Störungsstelle. Ich sprach mit der Störungsstelle am Dienstag, am Mittwoch, am Donnerstag und am Freitag.
Jedes mal erwähnte ich zusätzlich, dass eine rasche Erledigung für mich eminent wichtig sei da ich an bereits bezahlten ZOOM-Konferenzen teilnehmen müsse,

Auftragsarbeiten fristgerecht abliefern und Onlinebanking vornehmen müsse, das nur über eine gesicherte Leitung erfolgen könne mit entsprechenden Parameter, wie es in meine Vertrag aufgeführt ist.

Wie ich heute am Ende der Woche weiß, keiner der Mitarbeiter hat sich auch nur ansatzweise um eine beschleunigte Erledigung bemüht um etwaige Verluste des Kunden entgegen zu wirken. Sie haben noch nicht einmal die zur Verfügung stehenden Mittel genutzt.
Sie haben den Fall jedes mal nur weiter geleitet, an eine außenstehende Firma, wie mir gesagt wurde. Und damit, glauben sie, sind sie aus der Verantwortung.

Am Mittwoch letztendlich habe ich durch meinen Anruf erfahren, dass ein Techniker am Freitag zwischen 13 und 17 Uhr bei mir vor Ort die Leitung prüfen würde.
Erleichtert habe ich diese Nachricht meinen Kunden übermittelt und versprochen, die ausstehenden Dinge danach sofort erledigen zu wollen. Einige meiner Kunden glaubten ohnehin, da ich ja auch telefonisch nicht zu erreichen war, dass ich, beflügelt durch Corona-Nachrichten, ohne hin pleite sei.

So saß ich also am Freitag um 13 Uhr, erwartungsvoll und mit Vorfreude endlich wieder meine Arbeit aufnehmen zu können an meinem Schreibtisch, bereit zum Sprung an die Haustür.
Um 13.06 Uhr war es. Da erreichte mich eine SMS: Der Termin findet nicht statt. Ich solle einen neuen Termin buchen.

Nein, das war kein Gag von „Vorsicht Kamera“.
So springt die Firma 1und1 mit mir als ihren Kunden um und zeigt sich hierbei in höchstem Maße nicht nur verantwortungslos, sondern auch völlig desinteressiert an schnellen Lösungen.
Eine schnelle Lösung wäre z.B. ein anderer, vorübergehender, Zugangscode mit Hilfe eines Sticks, eines Entstör-Sticks gewesen. Wenn man seitens des Supports gewollt hätte.
Stattdessen musste ich um den Mobilen Hotspot betreiben zu können etliche Datenpakete für 14,99 € dazu kaufen, mit denen man mehr schlecht als recht im Internet surfen kann und zudem eine unsichere Verbindung darstellt und somit für das Onlinebanking nicht in Frage kommt.

Am Montag schließlich kam der Techniker von der Telekom und stellte vor Ort eine tote Internetleitung fest. Zurück an seiner Arbeitsstelle im Postamt stellte er fest, dass der Techniker am vergangenen Montag versehentlich eine Kabelverbindung nicht angeschlossen hatte.

Innerhalb der nächsten Minute hatte ich wieder eine Internetverbindung auf die ich fast eine Woche gewartet hatte.

 

Sofortiger Ersatz bei Störung der Internetverbindung
Um das Treiben solcher Firmen zu unterbinden, wie ich es erfahren hatte, scheint es dringend geboten hier eine gesetzliche Verpflichtung einzuführen die Provider bei Ausfall/Störung einer Internetverbindung zum sofortigen Ersatz innerhalb von 24 Stunden verpflichtet.
Die zunehmenden Abhängigkeiten zum Internet, die bei Ausfall durchaus existenzbedrohende Folgen nach sich ziehen können, müssen per Gesetzt entschärft werden. Es kann nicht sein, dass Internetbetreiber vom Goodwill der Provider abhängig sind, so wie es in meinem Fall geschehen ist und sich sicherlich weltweit Tag für Tag wiederholt.

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass mich dieser Vorfall in dieser Woche auf Grund der Tatsache, dass sich niemand der 1und1-Angestellten in dieser Sache so recht bemühte den Vertragszustand schnell wieder herzustellen und nach meinem Empfinden billigend und desinteressiert meine vorgetragenen finanziellen Verluste und den zu erwartenden Imageschaden in Kauf zu nehmen, physisch und psychisch derart beansprucht hat, dass ich die Firma auf Schmerzensgeld verklagen könnte, hätte sie Aussicht auf Erfolg.

 

 

Würde mich einer fragen an welchen Film ich in dieser Woche am meisten gedacht habe, würde ich antworten: „ An den Film „Falling Down – Ein ganz normaler Tag“ mit Michael Douglas in der Hauptrolle“.