Corona aushungern

28. August 2020
Christian

Ein kleines Land wehrt sich gegen das Virus.

Eine Kurzgeschichte vom Träumer für Träumer zum Thema: Corona aushungern.
Wir befinden uns im Jahre 2020 n. Chr. Ganz Europa befindet sich im Würgegriff eines entsetzlichen Virus. Ganz Europa? Nein!
Ein kleines Land hört nicht auf, dem Virus Widerstand zu leisten.

Die junge Demokratie im Lande Deutschanien leidet sehr unter den Direktiven der Corona-Pandemie. Es ist abzusehen, dass ein zweiter Lockdown in die finanzielle Katastrophe führen wird, unser Sozialgefüge beschädigen und unsere Demokratie gefährden wird.
Und das Allerschlimmste wäre, wenn sich Mutationen bilden. Viren machen das gerne. Und so länger sie existieren, um so wahrscheinlicher ist
diese Gefahr gegeben.
Die Infektionszahlen steigen gegenwärtig rapide durch rückkehrende Urlauber, Partygänger, Familienfeiern und enge Arbeitsbedingungen in diversen Betrieben.

Die Regierung muss handeln

So konnte es nicht weiter gehen und so berief die Regierung ein einwöchiges Palaver hinter verschlossenen Türen ein mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medizin, Datenschutz, Justiz, Religion und Ethikrat.

Nach einer weiteren Woche wurden die Ergebnisse gebündelt vorgetragen mit dem Ziel hieraus Gesetze zu erlassen, um eine langfristige Ausrottung des Virus zu gewährleisten durch aushungern.
Um dieses Ziel zu erreichen sind zwei Voraussetzungen unabdingbar:
1.) einen totalen Lockdown für 14 Tage.
2.) Ein neues Meldesystem zur langfristigen Vermeidung neuer Infektionen.

In einer Fernsehansprache an das Volk verkündete der Präsident am Freitag, den 14. August 2020, Folgendes:
„Die Regierung hat beschlossen, das Virus auszuhungern.
Das passiert in der Form, dass für die Dauer von 14 bzw. 30 Tagen zahlreiche Grundrechte und der Datenschutz eingeschränkt oder aufgehoben werden mit dem Ziel, dass nach 14 Tage niemand mehr mit dem Virus hierzulande infiziert ist.

Mit Ausnahme des Reiseverbotes werden nach 14 Tage alle Verbote aufgehoben;
Die Maskenpflicht entfällt. Schulen, Kitas, Kulturbetriebe, Geschäfte und Hotels werden wieder geöffnet, alle Veranstaltungen ohne Teilnehmerbegrenzungen zugelassen.

Neue Regelungen

Im Einzelnen gelten folgende Regeln:
vom 1. bis 14. September 2020:
– Versammlungsverbot
– Ausgehverbot
– Schließung, Gastronomie und Geschäften, außer Lebensmittelgeschäften und Kioske
– Verbot von privaten Feiern. Verbot von Hochzeiten, Taufen oder Ähnliches
– Maskenpflicht (Mund/Nase) außerhalb der Wohnungen

Vom 1. bis 30. September 2020:
– Reiseverbot.
Ausnahmen gelten lediglich für Pendler und Geschäftsreisende unter strengen Auflagen.

Das Leben steht für 14 Tage still.
Danach sollten alle Infektionen ausgeheilt sein.
Neue Infektionsherde werden aufgrund der Verordnungen nicht erwartet und das normale Leben kann wieder aufgenommen werden.
Das Reiseverbot bleibt insgesamt für vier Wochen bestehen.

Bis dahin sollten alle Vorkehrungen für das neue Meldeverfahren abgeschlossen sein, das Neuinfektionen verhindern oder vielmehr auf ein Minimum reduzieren soll.
Wir wissen aus der Vergangenheit, dass Neuinfektionen hauptsächlich durch Einreisende verursacht werden, die per Auto, Bahn, Schiff, Flugzeug ins Land kommen. Um Infektionen zu vermeiden, ist es daher von ausschlaggebender Bedeutung, dass niemand ohne negatives Testergebnis unerkannt in unser Land einreist.
Daher haben wir verfügt, dass jede einreisende Person unmittelbar nach Ankunft sich in eine dreitägige Quarantäne begibt, die erst dann als aufgehoben gilt, wenn am vierten Tage ein Test durchgeführt und dieser negativ ist. Die Kosten für Quarantäne und Tests trägt jede Person selbst.
Die Überwachung dieser Maßnahmen macht das neue Meldeverfahren möglich. Es sieht vor, dass jede einreisende Person unaufgefordert VOR der Einreise sich bei einer App/Website anmeldet mit
– seinen persönlichen Daten
– Reisegrund
– Reisedauer
– Ort der Quarantäne

Polizei und Gesundheitsämter haben Einsicht in diese Daten. Gesundheitsämter haben zudem die Aufgabe, das Testergebnis in die Datenbank nicht nur einzutragen, sondern auch die fristgerechte Testung zu überwachen.

 

Das Bewegungsprofil

Zusammen mit dem Bewegungsprofil, das alle Touristen führen müssen sobald sie kulturelle Veranstaltungen, Restaurants etc besuchen, ist eine rasche und zielführende Nachverfolgung von Infektionsketten gewährleistet und notwendig um eine Ausbreitung der Infektionen bereits im Keime zu ersticken.

Die Polizei überprüft engmaschig die Datensätze in der App. Bei vorsätzlichem Missbrauch gelten hohe Strafen bis zu 5.000 €.

Die personenbezogenen Datensätze werden drei Wochen nach Beendigung des Aufenthaltes vollständig gelöscht, sofern kein Strafverfahren anhängig ist.
Sämtliche Details der neuen Gesetze nebst Verordnungen können Sie im Internet einsehen oder aus den Medien entnehmen.

Der Präsident beendete seine Ansprache mit den Worten:
„ Ob es gelingt, werden wir bald wissen. Und wenn es nicht gelingen sollte, haben wir dazugelernt und sind ein Stück schlauer als vorher. Gute Voraussetzungen für einen neuen Versuch, solange Schnelltests und Impfungen nicht möglich sind.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wir werden zurzeit massiv bedroht durch ein tückisches, sehr aggressives Virus, vor dem es sich zu schützen gilt. Die Bundesregierung unternimmt alles, um Sie vor diesem Virus zu schützen. Es ist jetzt nicht die Zeit für Partys, Urlaube und Vergnügungen.
Heben wir es uns auf für bessere Zeiten. Bleiben Sie gesund“.

Teil 2

Das Ergebnis nach vierzehn Tagen
Nach 14 Tagen gab es tatsächlich keinen einzigen Infizierten im ganzen Land. Der Verzicht auf alles hatte sich bis hier hin also gelohnt.
Die Verbote wurden wieder aufgehoben und das Leben nahm seinen gewohnten Verlauf.

Nun galt es die zweite Hürde zu nehmen; das neue Meldeverfahren.
Die Informationskampagne ist bereits gestartet. Neben der medialen Verbreitung des neuen „Einreisegesetzes“ informiert zusätzlich das Personal in den Zügen, den Flugzeugen und auf den Schiffen über die Pflicht, sich per App oder Website VOR Ankunft sich einzutragen.
An den Grenzübergängen klären große Hinweistafeln über diese Pflicht auf. Für Pendler und Durchreisende wie z. B. LKW-Fahrer gelten gesonderten Verordnungen.

Diese Maßnahmen gelten für insgesamt drei Monate und werden bei Erfolg weiter Bestand haben bis Schnelltests oder Impfungen andere Möglichkeiten schaffen. Erfreulich, dass angrenzende Länder diese Maßnahmen aufgreifen wollen, sofern sich Erfolge zeigen.

Die Zeilen aus „Vier Wochen“ war Inspiration für diesen Artikel. zum Thema: Corona aushungern