Corona Nachverfolgung

9. August 2020
Christian

Ein ganz entscheidender Punkt zur Bekämpfung der Pandemie wird die schnelle Corona Nachverfolgung von Infektionsketten sein.

Sollte das aufgrund steigender Infektionen und zu geringem Personal der Fall sein, würde sich das Virus unkontrolliert verbreiten können, da infizierte Virenträger ungewollt als Superspreader das Virus massenhaft verteilen würden. Ein explosionsartiger Anstieg der Infektionsrate wäre die Folge und ein Zusammenbrechen des Gesundheitssystems, was schwerpunktmäßig die Intensivmedizin betreffen würde.
Das schnelle Rückverfolgen und Auffinden Infizierter muss oberster Ziel sein, um Cluster ausfindig zu machen und in Quarantäne zu schicken.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass das jetzige Verfahren lückenhaft und mit einer hohen Fehlerquote behaftet ist und personell schnell an seine Grenzen stößt.
Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass Meldeverfahren neu zu überdenken und schleunigst zu ändern.
Selbstverständlich müssten Datenschutz und Grundrechte zeitlich befristet eingeschränkt werden, was angesichts der zu erwartenden Bedrohung eher eine untergeordnete Rolle spielen sollte.


Eine Idee
Eine Überlegung wäre, die Anmeldungen nicht von einzelnen Personen vornehmen zu lassen, sondern von einer Behörde.

Eine Möglichkeit wäre die Einwohnermeldeämter mit der Digitalisierung personenbezogener Daten aller erwachsenen Bürger zu beauftragen und digitalisiert und verschlüsselt, mit einem QR-Code versehen, den Bürgern, den Gesundheitsämtern und den Ordnungsbehörden zur Verfügung zu stellen.

Jeder einzelne Bürger muss dazu verpflichtet werden, die Daten zu vervollständigen, z. B. mit seiner Handynummer, Mailadresse etc um eine zügige Kontaktaufnahme gewährleisten zu können.
Darüber hinaus muss jeder Einzelne angewiesen werden, eine Art digitales Bewegungsprofil zu führen, in das er zum beispielsweise Reisedaten, Aufenthalte in Restaurants oder Besuche kultureller Art eingibt und zwar im Vorwege, niemals nachträglich.

Die Gesundheitsämter könnten so sehr schnell Infektionsketten aufspüren und Betroffene in kürzester Zeit informieren und eine Quarantäne veranlassen. Dieses und Testergebnisse trägt die Gesundheitsbehörde seinerseits ein und könnte so entsprechend Quarantänemaßnahmen überwachen und bei Missbrauch die Ordnungskräfte informieren.

Die Ordnungskräfte wiederum kontrollieren das Formular auf Vollständigkeit der Angaben und haben so einen schnellen Überblick aufgrund der vorliegenden Datenlage.

Schutz bei Einreisen
Dem Meldeverfahren unterliegen selbstverständlich alle, die in das Land einreisen und hier zunächst in Quarantäne müssen, bis ein negatives Testergebnis vorliegt.
Sie werden an den Grenzen in der Bahn, im Flugzeug, auf dem Schiff entsprechend über diese Pflicht informiert und bei Nichtbeachtung mit empfindlichen Strafen belegt.

Wie gesagt, es ist eine Idee. Mal sehen, ob die Regierung das jetzige Meldeverfahren ändern wird oder nicht. Wenn nicht, trägt sie alleine die Verantwortung, sollten die Infektionszahlen aus dem Ruder laufen auf Grund nicht mehr nachvollziehbarer Infektionsketten.

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