Philosoph Opa Kruschke: In Zeiten der Pandemie, Teil 6

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Mundschutz – Herden-Immunisierung – Stampede
Ein Schmunzeln flog über Opas Kruschke Gesicht als er las, dass das Robert-Koch-Institut nun doch das vorsorgliche Tragen von Mundschutz empfohlen hat.
Etwas peinlich berührt ist Opa Kruschke dennoch über die Argumentation des renommierten R-K-I, die jeglicher Logik entbehrt und fast schon ins Lächerliche abgleitet.
„Es ist nun wirklich nicht schwer sich vorzustellen“, resümiert Kruschke, „dass etwas was ich vor dem Mund trage Aerosole davon abhält, in meinen Körper zu gelangen. Allein ein Taschentuch ist besser als nix. Und auf das Virus bezogen ist es durchaus vorstellbar, dass mein Krankheitsverlauf bei einer Infektion milder ausfallen könnte aufgrund einer Vielzahl abgehaltenen Partikel die nicht in meinen Körper gelangten.
Und sollte ein Mundschutz tatsächlich NUR andere vor einer Infektion schützen, was spräche dann gegen eine Pflicht einen Mundschutz zu tragen?“

„Durch solche Maßnahme“, so Kruschkes Gedanken „könnte man tatsächlich zahlreiche Verbote neu überdenken. Was spräche gegen eine kontrollierte Öffnung von Restaurants, Einzelhandelsgeschäften, Kinos, Theater etc? Mit Mundschutz wäre vieles möglich und würde auch einer Herden-Immunisierung in die Hand spielen. Die“, so Opa Kruschke amüsiert, „ohnehin kommen wird, und zwar jetzt zu Ostern, wenn die Natur erblüht und die Sonnenstrahlen Lust auf Leben machen.

Spätestens dann werden vor allen Dingen die jungen Leute abwägen zwischen Gefangenschaft in der Wohnung mit gelegentlichem Freigang und unbeschwertes Feiern in der Natur mit dem Risiko einer Infektion zwar, die, und das werden die meisten im Kopf haben, nicht schlimmer ausfallen wird wie eine normale Grippe. Zumal überall bereits über Lockerungen der Beschränkungen diskutiert wird und die Zahlen der Neuinfektion hier und da kontinuierlich rückläufig sind. Das trübt die Sinne und wird der unfreiwilligen und erzwungenen Herden-Immunisierung in die Karten spielen durch eine regelrechte Stampede lebenshungriger, meist junger Leute.“, vermutet Opa Kruschke und hofft, dass vor Ostern die Maskenpflicht endlich eingeführt wird. Dann ärgert er sich auch nicht mehr über die vorbei schnaufenden Jogger.

>> weiter mit Teil 7: Kruschke infiziert sich