Glück ist machbar.

Christian

Wenn wir uns um das Negative kümmern, verringert es Kummer und beschert uns mehr Glück.

Ein Investor der beabsichtigt eine Fabrik zu kaufen ergötzt sich nicht an den positiven Ergebnissen der Bücher, den schönen Standort am Fluss, die beeindruckende Architektur des Gebäudes etc. Er legt sein Augenmerk auf alle denkbaren negativen Einflüsse. Zum Beispiel auf die Umsatzprognose der kommenden Jahre, auf einen etwaigen Wertverlust des Grundstückes durch benachbarte Fabriken, die den Boden verseuchen könnten usw.
Erst wenn alle negativen Faktoren zufriedenstellend geklärt, wird der Investor den Kauf vornehmen.
Es geht darum nicht Probleme zu lösen, sondern sie von Anfang an zu vermeiden.
Wer das Negative objektiv in seine Entscheidungen mit einbezieht, wird nicht scheitern und kommt dem Glück entscheidend näher.

“Das Ziel des Weisen ist nicht Glück zu erlangen, sondern Unglück zu vermeiden.” Aristoteles

In der Formel 1 freut man sich, wenn das Rennauto das schnellste war (positiv).

Interessieren tut man sich aber dafür, dass es so bleibt oder noch schneller wird und stellt hierfür aufwendige Tests durch (negativ).

Ein Pilot denkt nicht an den sonnigen Flug über den Wolken, an die grenzenlose Freiheit die er jetzt gleich nach dem Start empfinden wird (positiv).
Er tut zunächst alles dafür, dass er nicht abstürzt (negativ): Er kontrolliert ob die Tankfüllung ausreichend ist, die Motoren einwandfrei funktionieren, kein sonstiger Schaden zu erkennen ist und arbeitet seine Checkliste ab.
Dann erst kann er sicher sein, dass die Wahrscheinlichkeit für einen schönen Flug gegeben ist.

Was im Großen funktioniert, funktioniert auch im Kleinen, im Alltäglichen.
Es funktioniert in Beziehungen, bei der Berufswahl, bei Existenzgründungen, bei Anschaffungen im Haushalt, beim Kauf von Wohnungen.

Wenn Sie eine Wohnung beziehen möchten, sollten sie sich nicht mit schönen Gedanken an den optimalen Schnitt der Wohnung aufhalten, sich nicht an den schönen unverbauten Blick in die Natur ergötzen und sich der Vorstellung hingeben, was wohl ihre Freunde zu dieser Wohnung sagen würden (positiv).
Nachdem Sie festgestellt haben, diese Wohnung entspricht ihren Erwartungen (positiv), fangen Sie jetzt an der Realität zu begegnen (negativ).
Erkundigen Sie sich zum Beispiel, ob der unverbaute Blick Bestand hat oder ob das Naturschutzgebiet in absehbarer Zeit zum Bauland erklärt wird.
Was heißt „in absehbarer Zeit“? Sprechen Sie mit den Bewohnern des Hauses. Achten Sie auf Namensschilder und und und. Was sagt der Mietvertrag aus? Können Sie mit ihm sorglos in die Zukunft blicken?
Wenn das alles gecheckt ist treffen Sie ihre Entscheidung:
Beziehen Sie die Wohnung und Sie sind im Glück.
Beziehen Sie die Wohnung NICHT sind Sie ebenfalls im Glück, denn es nichts da, was Sie unglücklich machen könnte.

Reines Wunschdenken (positiv) verhindert Glück

Erfolg – und somit Glück – ist umso wahrscheinlicher, umso weniger Fehler wir machen.
Dass wir wenige bis keine Fehler machen ist abhängig davon wie sehr wir die Realität (negativ) hinterfragen UND danach handeln UND Wunschdenken (positiv) nicht in unsere Überlegungen einfließen lassen.