Vom Schrankenwärter Rhode

Albrecht Schnitzer
Albrecht Schnitzer
Albrecht Schnitzer

Träumt der Schrankenwärter Rhode
Von der Sinnlichkeit im Tode
Träumt und träumt
Bis er den nächsten Zug versäumt
Beide Schranken bleiben offen
Aber ihn hat’s nicht getroffen.

Sinnt der Schrankenwärter Rhode
Über eine neue Mode
Sinnt und sinnt
Merkt nicht dass die Zeit verrinnt
Trägt zum Dienst aus Übermut
Statt der Mütze einen Hut.

Denkt der Schrankenwärter Rhode
Was ich schreibe hat Methode
Denkt und denkt
Bis sich eins ins andre drängt
Neuerdings schreibt er im Stil
Vom Bahnwärter Thiel.

Strickt der Schrankenwärter Rhode
Neuerdings an einer Ode
Strickt und strickt
Bis er auf den Titel blickt
Ode an, so möcht er sagen
Ode an den Güterwagen.

Stöhnt der Schrankenwärter Rhode
Ist vom Grübeln ganz marode
Stöhnt und stöhnt
Dass er sich an nichts gewöhnt
Neuerdings hat er Gedanken
Auf ein Leben ohne Schranken.