Ich kann alles tanzen was geführt wird

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DIESER SATZ SCHEINT KONJUNKTUR ZU HABEN:
„Ich kann alles tanzen was ordentlich geführt wird“.
Von guten Tänzerinnnen (hohes Niveau) hört man diesen Satz so gut wie nie.
Wohl deshalb nicht, weil sie tatsächlich alles das tanzen können, was geführt wird, ob gut oder schlecht.
Diesen Satz haben mehrheitlich Frauen geäußert, die sich dem Encuentro zugehörig fühlen und in ihren Ausflügen in die „normale“ Tangoszene mit Figuren konfrontiert wurden, die ihnen nicht bekannt waren. Natürlich ist dieser Satz falsch und unlogisch obendrein. Denn wenn es so wäre, bräuchte keine Frau mehr einen Workshop besuchen.

Großzügig könnten wir Männer/Führende über diesen Satz hinwegsehen, wären da nicht zu viele Vertreterinnen, die ihr tänzerisches Unvermögen versuchen dahingehend zu kompensieren, indem sie die Führungsqualitäten
des Mannes/Führenden in Frage stellen. Das ist überheblich und kann verunsichern. Das geht nicht! Wenn also beispielsweise der Versuch einer Barrida scheitert, weil sich der Fuß der Folgenden
nach Berührung urplötzlich in einem Ziegelstein verwandelt, ist das keine Führungsschwäche.
Und sollte eure Frage nach einer Colgada mit der Gegenfrage beantwortet werden, ob es sich hierbei um eine Zahnpasta handelt, Männer/Führende, schweigt still und tanzt kleine feine Schritte.
Nicht mehr und nicht weniger.